Verena Liebers

Quelle: Wikipedia

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Verena Liebers (VIGLi) – Schriftstellerin, Bühnenkünstlerin und Biologin
Zwischen Wissenschaft und Bühne: Die literarische Welt von Verena Liebers
Verena Liebers, geboren am 31. Mai 1961 in Berlin-Wilmersdorf, verbindet in ihrer künstlerischen Entwicklung präzise Beobachtung aus der Biologie mit poetischer Imagination. Seit 1990 lebt und arbeitet sie in Bochum, forscht im Bereich Immunologie und schreibt parallel Romane, Erzählungen, Gedichte sowie Sachbücher. Auf der Bühne tritt sie unter ihrem Künstlernamen VIGLi auf und verwandelt Texte in szenische Erlebnisse, die zwischen Lesung, Performance und fein nuancierter Bühnenpräsenz changieren. Ihre Musikkarriere im klassischen Sinne existiert nicht – doch ihre Auftritte atmen Rhythmus, Atemführung und Timing wie bei guter Komposition.
Ihre künstlerische Praxis oszilliert zwischen naturkundlicher Präzision und literarischer Verdichtung. Unter dem Label „VIGLis Wanderbühne“ entwickelt sie szenische Lesungen aus eigenen Werken: Eine Art Texttheater, das mit Stimme, Tempo, Pausen und Raumakustik arbeitet. In dieser Arbeit treffen Komposition und Arrangement im literarischen Sinn auf performative Energie: ein konzises Zusammenspiel, das das Publikum emotional wie intellektuell fordert.
Biografie: Von Berlin nach Bochum – ein Leben für Sprache, Wissenschaft und Bewegung
Die frühe Kindheit in Berlin, Jahre in München und das Ankommen in Bochum prägen das Werk von Verena Liebers. Nach dem Studium und der Promotion in Biologie in München forscht sie in der Immunologie, wobei Methodik und exaktes Arbeiten auch ihre Prosa und Lyrik strukturieren. Seit 1990 ist Bochum ihr Lebensmittelpunkt: Hier verschränken sich Forschungstätigkeit, Schreibarbeit und Auftritte. Diese Doppelspur – Labor und Literatur – ist keine bloße Koexistenz, sondern eine wechselseitige Inspiration, die ihre Texte mit naturkundlicher Genauigkeit und sinnlicher Dichte auflädt.
Liebers’ künstlerische Entwicklung folgt klaren Etappen: der Aufbau einer vielfältigen Diskographie im übertragenen Sinn – einer Bibliographie – aus Gedichtbänden, Romanen, Erzählungen sowie literarischen Sport- und Naturerfahrungsbüchern. Parallel dazu entstehen szenische Lesungen, in denen sie die Textpartitur dynamisch interpretiert. Die Stimme wird dabei zum Instrument, die Körperarbeit zur Choreografie des Vortrags, das Arrangement der Passagen zu einem dramaturgisch pointierten Bogen.
VIGLis Wanderbühne: Szenische Lesungen als performative Literatur
Mit „VIGLis Wanderbühne“ entwickelt Liebers eine eigene Darbietungsform: Lesungen als performative Miniaturen, in denen Phrasierung, Stimmfarbe und Pausen die semantischen Nuancen verstärken. Hier entstehen Live-Momente, die an musikalische Formprinzipien denken lassen, ohne Musik im engeren Sinne zu sein. Die Bühne wird zum Resonanzraum, in dem Prosa und Lyrik klingen, Bilder evozieren und Atmosphären erzeugen. Diese Bühnenpräsenz ist kein Beiwerk, sondern Teil der künstlerischen Komposition, die ihre Texte von der Seite in den Raum übersetzt.
Inhaltlich bewegt sich VIGLi zwischen Naturerfahrung, Bewegungskultur (Lauf- und Ausdauersport) und präziser Alltagsbeobachtung. Das überträgt sich auf die Rezeption: Lesungen werden als lebendig, humorvoll und bildreich beschrieben – mit einem Sinn für Timing und Intensität, der die Dramaturgie jedes Abends prägt.
Auszeichnungen und Stipendien: Stationen einer profilierten Autorinnenlaufbahn
Einzelne Karriere-Stationen markieren die Autorität ihres Werks: 2022 erhielt sie den Literaturpreis Föhr (Sparte Lyrik), 2020 den Antho?-Logisch Literaturpreis Fürth, 2019 den Wortrandale Literaturpreis Berlin. 2024 folgte das Stipendium in der Soltauer Künstlerwohnung – begleitet von Auftritten und Lesungen. 2005 war sie erstmals Stipendiatin im Gartenhaus am Süderwall in Otterndorf; 2025 kehrte sie anlässlich des Stadtjubiläums für eine erneute Schreibzeit zurück. Diese Aufenthalte fungieren als kreative Laboratorien, in denen neue Texte entstehen, geprobt und in Lesungen erprobt werden.
Die wiederholten Einladungen dokumentieren Verlässlichkeit, künstlerische Entwicklung und regionale Verankerung. Presseberichte und Kulturmagazine zeichnen ihr Profil als vielseitige Schriftstellerin, die Literatur, Bewegung und Natur zu einem charakteristischen Ton verbindet.
Werke (Bibliographie): Prosa, Lyrik und literarische Sportnarrative
Die Diskographie im literarischen Sinn – also ihre Bibliographie – zeigt stilistische Breite und thematische Kohärenz. Zu den markanten Titeln zählen die Gedichtsammlung „Wolkenballett“, die Romane „Klang der Schritte“, „Nestel“, „Die Beobachterin“ und „Das Schattenmädchen“, die Erzählbände „Nebenan“ und „Kleine Welt“ sowie die sportnahen Prosabücher „Vom Abenteuer 100 km zu laufen“ (Spaß & Spirit im Ausdauersport), „Läufer sind auch nur Menschen“, „Abgelaufen – Zwischen Joggingrunde und Ultralauf“ und „Abgetaucht – Anekdoten aus dem Triathlon“. Mit „Trasse ist klasse“ (ISBN 978-3-903376-53-3) erweitert sie den Fokus auf Naherholung, Landschaftsästhetik und Mikroabenteuer vor der Haustür.
Die Textästhetik ihrer Bücher arbeitet mit klaren Metaphern, präziser Bildsprache und rhythmisiertem Satzbau. Naturmotive dienen nicht als Kulisse, sondern als semantische Träger, die innere Prozesse spiegeln. Damit etabliert Liebers eine wiedererkennbare „Klangfarbe“ ihres Schreibens, die in der Lesung nochmals anders klingt: Stimme und Pausen strukturieren die Wahrnehmung, vergleichbar mit Phrasen und Kadenzen einer Partitur.
Stil und Poetik: Zwischen Feldforschung und Feinschliff
Ihre künstlerische Entwicklung speist sich aus Erfahrung: Streckenläufe, Radtouren und Schwimmetappen werden zu Feldforschung in Bewegung. Diese gelebte Musikkarriere der Schritte – ein Rhythmus des Körpers – überträgt sich in Komposition und Arrangement der Texte. In der Produktion ihrer Bücher zeigt sie editorische Sorgfalt: thematische Bögen, pointierte Szenen, dialogische Verdichtung. Die narrative Perspektive oszilliert zwischen Nähe und Distanz; Beschreibungen fassen Topografie, Wetter, Geruch und Geräusch zu multisensorischen Bildern.
Musikgeschichtlich ließe sich ihre Bühnenform als Teil einer Tradition literarischer Performance verorten: vom klassischen Autorenabend über Poetry-Performance bis zu szenisch angelegten Lesungen. Liebers setzt dabei nicht auf Lautstärke, sondern auf Resonanzräume der Imagination. Ihre Auftritte entfalten eine subtile Dramaturgie, die die Zuhörenden mit Stille, Tempo und präziser Artikulation durch die Texte trägt.
Kultureller Einfluss und Rezeption: Literatur in Bewegung
Die Rezeption betont Lebendigkeit, Empathie und Intensität ihrer Lesungen. Presseberichte stellen ihre Doppelrolle als Wissenschaftlerin und Autorin heraus; Kulturinitiativen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen binden sie regelmäßig ein. In Literaturcommunities werden ihre Gedichte für Bildhaftigkeit und Leichtigkeit gewürdigt, während die Prosatexte wegen Nähe zum Alltag und sportlicher Selbstermächtigung geschätzt werden. Diese Resonanz dokumentiert eine nachhaltige Wirkung in Lesekreisen, Bibliotheken und lokalen Kulturprogrammen.
Die interdisziplinäre Verankerung – Mitgliedschaften in Fachgesellschaften (u. a. Deutsche Gesellschaft für Immunologie, Freier Deutscher Autorenverband NRW, Literarische Gesellschaft Bochum) – stärkt ihre Autorität. Ihre Bühnenpräsenz bindet Publikum, ihre Texte zirkulieren in Rezensionen und auf Plattformen der Buchcommunity; die Frequenz von Auftritten und Stipendien spricht für kontinuierliche Nachfrage.
Aktuelle Projekte 2024–2025: Stipendien, Lesungen, szenische Formate
2024 arbeitete Verena Liebers im Rahmen des Stipendiums der Soltauer Künstlerwohnung an neuen Texten, veranstaltete Lesungen und war im regionalen Literaturbetrieb präsent. 2025 kehrte sie für das Stadtjubiläum nach Otterndorf zurück und dokumentierte die Schreibzeit in Berichten, die Lauf- und Küstenerfahrungen, Begegnungen mit der lokalen Szene sowie Werkfortschritte sichtbar machen. Diese Einträge fungieren als fortlaufendes Produktionsjournal, das Transparenz über Prozess, Material und künstlerische Entscheidungen schafft.
Parallel dazu verfeinert sie Formate der „Wanderbühne“: szenische Lesungen, die das Publikum immersiv hineinziehen. Diese aktuellen Projekte stärken ihren Status als profilierte Bühnenautorin, deren Texte in der Live-Situation eine zweite Wirkebene erhalten – eine performative Erweiterung der Buchform.
Einordnung: Literatur als Disziplin des Draußen
Liebers’ Werk verschränkt Disziplin, Ausdauer und Wahrnehmung – Eigenschaften, die aus Forschung und Ausdauersport stammen – mit der Sensibilität von Poesie und Erzählkunst. Diese Kombination positioniert sie im deutschsprachigen Literaturfeld als Stimme, die Natur- und Bewegungserfahrung nicht dekorativ, sondern epistemisch versteht: als Erkenntnismodus. Im Arrangement ihrer Texte spürt man Atem, Taktung, Steigerungen – dramaturgische Bögen, die an musikalische Satztechnik erinnern, ohne die Gattung zu wechseln.
Damit prägt sie eine Ästhetik des Unterwegsseins: Leserinnen und Leser sind eingeladen, Wege mitzudenken, Landschaftsräume zu durchstreifen und innere Karten neu zu zeichnen. Literatur wird zur Partitur des Gehens, Laufens, Staunens.
Fazit: Warum VIGLi live erleben?
Verena Liebers’ Stärke liegt in der Verbindung aus klarer Form, gelebter Erfahrung und performativer Präzision. Ihre Lesungen erzeugen Nähe, Rhythmus und feine Spannungsbögen; ihre Bücher eröffnen Räume, die Natur und Selbstbeobachtung koppeln. Wer VIGLi live erlebt, erfährt Literatur als Klang- und Bildkunst – getragen von Stimme, Blick und Timing. Diese szenischen Lesungen erweitern die Lektüre und machen die Texte körperlich spürbar. Empfehlung: Termine im Blick behalten, die Wanderbühne besuchen – und die Bücher mit in die Welt nehmen.
Offizielle Kanäle von Verena Liebers (VIGLi):
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
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Quellen:
- VIGLi – Offizielle Website von Verena Liebers
- VIGLi – Über mich (Biografie, Auszeichnungen, Mitgliedschaften)
- VIGLi – Bücher (Werke, Cover, ISBN-Information)
- Wikipedia – Verena Liebers
- Stader Tageblatt – Lesung und Biografiedaten (Artikel)
- Kreiszeitung Wochenblatt – Stipendium „Stader Uul“
- LovelyBooks – Autorinnenprofil und Leserrezensionen
- Deutsche Digitale Bibliothek – GND-Eintrag (Pseudonym VIGLi)
- VIGLi – Berichte (Stipendium Otterndorf 2025, Projektjournal)
- Wikipedia: Bild- und Textquelle
