
Würzburg
Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg, Deutschland
Museum im Kulturspeicher Würzburg | Öffnungszeiten & Programm
Das Museum im Kulturspeicher Würzburg verbindet die Atmosphäre eines historischen Speicherbaus von 1904 mit einem vielseitigen Programm aus Dauerpräsentationen und Wechselausstellungen. Im umgebauten Backsteinbau am Alten Hafen zeigt das Haus auf rund 3500 Quadratmetern Kunst vom 19. bis 21. Jahrhundert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Konkreten Kunst. Dazu gehört die europaweit bedeutende Sammlung Peter C. Ruppert, die in Würzburg als Dauerleihgabe präsentiert wird. Wer einen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, einer sehr guten Anbindung mit Straßenbahn und Bus, Parkmöglichkeiten direkt nebenan sowie barrierefreien Zugängen und Services für Menschen mit Mobilitäts- oder Hörbeeinträchtigungen. Der erste Sonntag im Monat ist eintrittsfrei, was das Museum zu einem attraktiven Ziel für Familien, Schulklassen und Kulturinteressierte macht. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe von Congress Centrum und Kino ist der Besuch zudem ideal mit einem Spaziergang am Hafen oder einem Aufenthalt in der Innenstadt kombinierbar.
Öffnungszeiten und Besuch planen
Das Museum im Kulturspeicher bietet verlässliche Zeiten, die den Besuch unkompliziert machen. Montags bleibt das Haus geschlossen, dienstags ist zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Von Mittwoch bis Sonntag sind die Ausstellungsräume regulär zwischen 11 und 18 Uhr zugänglich. Ein besonderer Service ist der verlängerte Abend am dritten Donnerstag im Monat, wenn das Museum bis 21 Uhr öffnet. Diese längere Öffnung gilt auch, wenn ein gesetzlicher Feiertag auf einen dritten Donnerstag fällt. Unabhängig vom Wochentag bleibt das Museum an Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, an Silvester sowie am Faschingsdienstag geschlossen, an allen anderen Feiertagen ist geöffnet. Wer den Museumsbesuch mit einem Wochenendtrip plant, findet also fast immer offene Türen. Für die Vorbereitung empfiehlt sich, einige Minuten vor der gewünschten Zeit am Eingang zu sein, denn das gläserne Foyer führt in ein Wegeleitsystem mit Aufzugskernen, das den Zugang zu den drei Ausstellungsebenen ermöglicht. Bei stark besuchten Sonderausstellungen kann es zu kurzen Wartezeiten kommen, die freundlichen Mitarbeitenden des Besucherservice informieren dann direkt vor Ort und helfen bei der Orientierung. Gruppen ab 20 Personen sollten Termine vorab koordinieren, um Führungszeiten optimal zu nutzen. Familien mit Kindern profitieren am ersten Sonntag im Monat von freiem Eintritt, der einen spontanen Besuch erleichtert. Da das Museum mit seinen klimatisierten Räumen zu jeder Jahreszeit angenehme Bedingungen bietet, ist der Besuch sowohl im Sommer als auch im Winter komfortabel. Tipp für Kulturabende in der Stadt: Der dritte Donnerstag mit verlängerten Öffnungszeiten ist ideal, um Kunstgenuss mit einem Abendspaziergang am Hafen zu verbinden.
Aktuelles Programm und Wechselausstellungen
Neben den ständigen Sammlungsbereichen ist das wechselnde Programm ein zentraler Grund, den Kulturspeicher regelmäßig zu besuchen. Ab 13. Dezember 2025 beginnt die Neupräsentation Teil 1 der Sammlung Peter C. Ruppert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Meeting Point Paris, das an die internationale Vernetzung der Kunst nach 1945 erinnert. Paris war für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ein Katalysator für Austausch, Erneuerung und die Suche nach einer universellen Bildsprache, die nationale Grenzen hinter sich lässt. Ergänzend rückt das Thema Licht in den Fokus, darunter lichtkinetische Positionen und die in dieser Sammlung einzigartige Einbindung der Konkreten Fotografie. Das Museum setzt damit Akzente, die kunsthistorische Zusammenhänge anschaulich machen und zugleich neue Blickwinkel eröffnen. Über den festen Bestand hinaus widmen sich Wechselausstellungen regelmäßig Schlüsselpositionen der Moderne, Schwerpunkten aus der städtischen Sammlung und aktuellen Fragen der Vermittlung. Begleitprogramme umfassen Führungen, Werkstattangebote, Vorträge und Familienformate. Für Kinder und Jugendliche gibt es museumspädagogische Angebote, die Materialien und Methoden der Kunst anschaulich machen und Bezüge zur Gegenwart aufzeigen. Veranstaltungen und Eröffnungen werden teils durch Dolmetschung in Gebärdensprache begleitet. Wer seinen Termin auswählt, sollte prüfen, ob eine Kuratorenführung oder ein Thementag stattfindet, da solche Formate einen vertieften Einstieg ermöglichen. Die ruhige Lage am Hafen, die klar strukturierten Räume und die gute Beschilderung sorgen dafür, dass sich sowohl Kenner der Konkreten Kunst als auch Museumseinsteiger schnell zurechtfinden. So bietet das Programm einen doppelten Mehrwert: Es vertieft das Verständnis für die europäische Geschichte der Abstraktion und stärkt zugleich den lokalen Kunstort Würzburg mit aktuellen Perspektiven.
Anfahrt und Parken am Alten Hafen
Die Lage des Hauses erleichtert die Anreise auf vielen Wegen. Vom Würzburger Hauptbahnhof erreicht man das Museum im Kulturspeicher zu Fuß in ungefähr 15 Minuten. Besonders bequem ist die Fahrt mit der Straßenbahn: Die Linien 2 und 4 halten an der Station Congress Centrum, von der es etwa fünf Minuten Fußweg entlang des Hafenbeckens bis zum Eingang des Museums sind. Direkt am Kulturspeicher verkehren mehrere Buslinien, darunter 11, 13, 19, 22 und 27. Saisonale Ergänzung bietet von April bis November die Kulturverbindung mit der Linie 9, die im halbstündigen Takt wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt verbindet und auch am Museum hält. Wer mit dem Auto kommt, findet in unmittelbarer Nähe das Parkhaus CinemaxX Alter Hafen. Dieses Parkhaus liegt nur wenige Schritte vom Gebäude entfernt und gilt in der Region als besonders preisgünstig. Ein ausgewiesener Behindertenparkplatz befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang. Als kostenfreie Alternative bietet sich die Talavera am gegenüberliegenden Mainufer an; von dort führt ein rund fünfminütiger Fußweg über die Brücke und entlang des Hafenbeckens zum Museum. Für Gruppenbusse empfiehlt es sich, die Anfahrt vorab mit der Stadt oder dem Haus zu koordinieren, um Ankunftszeiten und Haltepunkte abzustimmen. Wer die Anreise mit einem Stadtbummel verbinden möchte, kann die Route über den Mainkai planen und am Wasser entlanglaufen; die Beschilderung Kulturspeicher und Congress Centrum erleichtert die Orientierung. Fahrradstellplätze befinden sich rund um den Alten Hafen, und durch die ebene Topografie ist auch die Anfahrt mit dem Rad angenehm. Dank klarer Wegeführung, automatischer Eingangstür und Aufzügen ist der Übergang vom Außenbereich in die Ausstellungen schnell und barrierefrei möglich.
Sammlung Peter C. Ruppert und städtische Kunstsammlung
Ein besonderer Schatz des Hauses ist die Sammlung Peter C. Ruppert mit Konkreter Kunst in Europa nach 1945. Sie zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ihres Bereichs und zeigt die Vielfalt einer Kunst, die aus geometrischen Grundformen, Farbe, Struktur und Rhythmus autonome Bildwelten entwickelt. Charakteristisch ist der länderübergreifende Blick: Werke aus mehr als 20 europäischen Nationen veranschaulichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich nach 1945 in Netzwerken, Ausstellungszusammenhängen und Künstlergruppen herausgebildet haben. Die Sammlung umfasst Hunderte Arbeiten von mehreren hundert Kunstschaffenden und spiegelt auch die Erweiterung in den letzten Jahren, darunter stärkere Repräsentanz aus osteuropäischen Ländern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Einbindung der Konkreten Fotografie und von Lichtarbeiten, die multidimensional auf Wahrnehmung, Bewegung und Raum reagieren. Neben dieser Privatsammlung, die als Dauerleihgabe gezeigt wird, bewahrt das Museum die städtische Sammlung mit Werken vom 19. bis 21. Jahrhundert. Dazu zählen Positionen des deutschen Impressionismus sowie wichtige Werkgruppen der Bildhauerinnen Emy Roeder und Gertraud Rostosky. Die Präsentation verbindet historische Tiefe mit zeitgenössischer Perspektive und macht deutlich, wie stark Würzburg als Kunstort in regionale und europäische Entwicklungen eingebunden ist. Ein aktuelles Beispiel für verantwortungsvolle Sammlungspraxis ist die Provenienzforschung. So wurde jüngst ein Gemälde von Max Slevogt mit historisch belasteter Herkunft identifiziert und nach Klärung der Eigentumsfrage von den Erben an das Museum veräußert, was die Bedeutung von Transparenz und Aufarbeitung unterstreicht. In Führungen und Materialien werden diese Themen verständlich vermittelt, wodurch die Sammlung nicht nur ästhetische, sondern auch kulturgeschichtliche Fragen anschaulich macht.
Barrierefreiheit, Familien und Services vor Ort
Das Museum im Kulturspeicher versteht sich als offener Ort für alle. Der Zugang ist barrierefrei, eine Rampe führt neben der Eingangstreppe in das Foyer, die Tür öffnet automatisch. Sämtliche Ebenen sind über Aufzüge erreichbar, die Ausstellungsräume, der Museumsshop und das Café sind ohne Stufen zugänglich. An der Kasse kann bei Bedarf ein klappbarer Rollstuhl ausgeliehen werden. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen stehen Induktionsschleifen zur Verfügung, außerdem gibt es Angebote in Gebärdensprache. Eröffnungstermine werden durch Dolmetschung begleitet, und ausgewählte Medieninhalte sind mit Gebärdensprache und Untertiteln verfügbar. Eine hilfreiche Ergänzung ist die kostenfreie BFW Smartinfo App, deren Inhalte Besuchende optional abrufen können, um Texte oder Hintergrundinformationen angepasst an die eigenen Bedürfnisse zu nutzen. Familien profitieren von einem gut strukturierten Rundgang, klaren Piktogrammen und Angeboten der Museumspädagogik, die Methoden und Materialien der Kunst erlebbar machen. Für Kindergeburtstage, Schulklassen und Gruppen gibt es Formate, die spielerisches Entdecken mit praktischem Arbeiten verbinden. Wer eine Führung plant, kann zwischen Überblicken zur Konkreten Kunst, thematischen Schwerpunkten oder Werkstattformaten wählen. Die Garderobenbereiche sind ausreichend dimensioniert, und Sitzgelegenheiten in den Sälen erleichtern längere Aufenthalte. Das Haus achtet auf gute Lesbarkeit der Wandtexte und setzt Beleuchtung so ein, dass Werke optimal sichtbar sind, ohne zu blenden. Durch die ruhige Lage am Hafen ist selbst bei höherem Besuchsaufkommen ein entspannter Rundgang möglich. Hinweise zu Sicherheit, Fotografie und Taschenregeln werden am Eingang verständlich erläutert, sodass der Aufenthalt reibungslos verläuft.
Geschichte und Architektur des Kulturspeichers
Der Bau am Alten Hafen gehört zu den prägenden Industriebauten Würzburgs. Errichtet im Jahr 1904 als moderner Getreidespeicher mit drei markanten Schweifgiebeln, war das Gebäude Teil eines leistungsfähigen Staatshafens. Zwischen 1996 und 2001 transformierten Brückner und Brückner den 128 Meter langen Speicher für die neue Nutzung. Dabei blieb der Charakter der Zweckarchitektur erhalten, gleichzeitig erhielt das Haus neue Elemente, die den Museumsbetrieb ermöglichen. Im glasgedeckten, etwa zwölf Meter hohen Foyer sind die historischen Stützenraster sichtbar und erzählen von der vorherigen Nutzung. Seitliche Erweiterungen mit Natursteinlamellen und zur Flussseite gesetzte Glas Beton Kuben markieren heute Eingänge, Gastronomie und Verwaltung, ohne den Altbau zu überformen. 2002 wurde das Museum im Kulturspeicher eröffnet, als Nachfolgeinstitution der städtischen Galerie, die 1941 gegründet worden war. Die Architektur verbindet damit industriegeschichtliche Erinnerung mit einem klaren, zeitgenössischen Ausstellungstrakt. Auf drei Geschossen und in zwölf Räumen wird die Kunst präsentiert, die Wegeführung ist linear und gut nachvollziehbar. Die Lage am künstlichen Wasserbecken des Winterhafens macht das Ensemble zu einem besonderen Stadtraum, in dem Hafenatmosphäre, Backsteinfassaden und moderne Einbauten miteinander korrespondieren. Auch die Außenanlagen verweisen an mehreren Stellen auf konkrete Kunst im Stadtraum. Die Umnutzung des Speichers ist ein Beispiel dafür, wie denkmalpflegerische Sorgfalt, neue Technik und museale Bedürfnisse zu einer stimmigen Einheit zusammenfinden. Mit dem Ausbau zur Kulturadresse hat Würzburg ein sichtbares Zeichen gesetzt, das die Hafenentwicklung aufwertet und zugleich einen identitätsstiftenden Ort für Kunst und Öffentlichkeit schafft.
Preise, Tickets und Spartipps
Der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gestaltet. Erwachsene zahlen 5 Euro. Ermäßigt sind es 3 Euro, beispielsweise für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit Behinderung und Gruppen ab 20 Personen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre besuchen das Museum kostenfrei, ebenso Mitglieder des Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg. Ein besonderer Spartipp ist der erste Sonntag im Monat, an dem der Eintritt für alle frei ist. Für Schulklassen gelten günstige Regelungen pro Kind, und gesonderte Konditionen gelten, wenn eine Führung gebucht wird. Tickets erhält man unkompliziert an der Museumskasse während der Öffnungszeiten. Bei stark nachgefragten Eröffnungen oder Themenwochen empfiehlt sich ein zeitiger Besuch, insbesondere am Nachmittag des verlängerten Donnerstags. Wer den Aufenthalt plant, kann Führungen und Gruppenbesuche vorab anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. In Kombination mit der zentralen Lage am Alten Hafen lassen sich Museumsbesuche gut mit anderen Zielen der Stadt verbinden, etwa mit dem Congress Centrum, einem Kinobesuch oder einem Spaziergang Richtung Innenstadt. Durch die klare Preisstruktur und die gute Erreichbarkeit eignet sich das Haus für kurze Nachmittagsbesuche ebenso wie für vertiefte Rundgänge. Für Gäste von außerhalb lohnt der Blick auf Feiertage und Ferienzeiten, denn dann ist das Programm häufig besonders abwechslungsreich, und verlängerte Öffnungszeiten am dritten Donnerstag bieten zusätzliche Spielräume. In jedem Fall gilt: Mit freiem Eintritt am ersten Sonntag und der Möglichkeit, Ermäßigungen zu nutzen, lässt sich Kunst auf hohem Niveau zu fairen Bedingungen erleben.
Quellen:
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Neupräsentation Teil 1 Sammlung Peter C. Ruppert
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Presseinformationen Öffnungszeiten, Barrierefreiheit, Verkehrsanbindung
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Anreise und Parken am Alten Hafen
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Leichte Sprache Preise, Öffnungszeiten, Anreise
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Museumsarchitektur und Umbau 1996 bis 2001
- Baunetz Wissen – Kulturspeicher in Würzburg, Umbau und Datenblatt
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Sammlung Peter C. Ruppert Konkrete Kunst in Europa nach 1945
- WELT – Meldung zu Max Slevogt Werk und Provenienzforschung, Dezember 2025
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Museum im Kulturspeicher Würzburg | Öffnungszeiten & Programm
Das Museum im Kulturspeicher Würzburg verbindet die Atmosphäre eines historischen Speicherbaus von 1904 mit einem vielseitigen Programm aus Dauerpräsentationen und Wechselausstellungen. Im umgebauten Backsteinbau am Alten Hafen zeigt das Haus auf rund 3500 Quadratmetern Kunst vom 19. bis 21. Jahrhundert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Konkreten Kunst. Dazu gehört die europaweit bedeutende Sammlung Peter C. Ruppert, die in Würzburg als Dauerleihgabe präsentiert wird. Wer einen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, einer sehr guten Anbindung mit Straßenbahn und Bus, Parkmöglichkeiten direkt nebenan sowie barrierefreien Zugängen und Services für Menschen mit Mobilitäts- oder Hörbeeinträchtigungen. Der erste Sonntag im Monat ist eintrittsfrei, was das Museum zu einem attraktiven Ziel für Familien, Schulklassen und Kulturinteressierte macht. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe von Congress Centrum und Kino ist der Besuch zudem ideal mit einem Spaziergang am Hafen oder einem Aufenthalt in der Innenstadt kombinierbar.
Öffnungszeiten und Besuch planen
Das Museum im Kulturspeicher bietet verlässliche Zeiten, die den Besuch unkompliziert machen. Montags bleibt das Haus geschlossen, dienstags ist zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Von Mittwoch bis Sonntag sind die Ausstellungsräume regulär zwischen 11 und 18 Uhr zugänglich. Ein besonderer Service ist der verlängerte Abend am dritten Donnerstag im Monat, wenn das Museum bis 21 Uhr öffnet. Diese längere Öffnung gilt auch, wenn ein gesetzlicher Feiertag auf einen dritten Donnerstag fällt. Unabhängig vom Wochentag bleibt das Museum an Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, an Silvester sowie am Faschingsdienstag geschlossen, an allen anderen Feiertagen ist geöffnet. Wer den Museumsbesuch mit einem Wochenendtrip plant, findet also fast immer offene Türen. Für die Vorbereitung empfiehlt sich, einige Minuten vor der gewünschten Zeit am Eingang zu sein, denn das gläserne Foyer führt in ein Wegeleitsystem mit Aufzugskernen, das den Zugang zu den drei Ausstellungsebenen ermöglicht. Bei stark besuchten Sonderausstellungen kann es zu kurzen Wartezeiten kommen, die freundlichen Mitarbeitenden des Besucherservice informieren dann direkt vor Ort und helfen bei der Orientierung. Gruppen ab 20 Personen sollten Termine vorab koordinieren, um Führungszeiten optimal zu nutzen. Familien mit Kindern profitieren am ersten Sonntag im Monat von freiem Eintritt, der einen spontanen Besuch erleichtert. Da das Museum mit seinen klimatisierten Räumen zu jeder Jahreszeit angenehme Bedingungen bietet, ist der Besuch sowohl im Sommer als auch im Winter komfortabel. Tipp für Kulturabende in der Stadt: Der dritte Donnerstag mit verlängerten Öffnungszeiten ist ideal, um Kunstgenuss mit einem Abendspaziergang am Hafen zu verbinden.
Aktuelles Programm und Wechselausstellungen
Neben den ständigen Sammlungsbereichen ist das wechselnde Programm ein zentraler Grund, den Kulturspeicher regelmäßig zu besuchen. Ab 13. Dezember 2025 beginnt die Neupräsentation Teil 1 der Sammlung Peter C. Ruppert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Meeting Point Paris, das an die internationale Vernetzung der Kunst nach 1945 erinnert. Paris war für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ein Katalysator für Austausch, Erneuerung und die Suche nach einer universellen Bildsprache, die nationale Grenzen hinter sich lässt. Ergänzend rückt das Thema Licht in den Fokus, darunter lichtkinetische Positionen und die in dieser Sammlung einzigartige Einbindung der Konkreten Fotografie. Das Museum setzt damit Akzente, die kunsthistorische Zusammenhänge anschaulich machen und zugleich neue Blickwinkel eröffnen. Über den festen Bestand hinaus widmen sich Wechselausstellungen regelmäßig Schlüsselpositionen der Moderne, Schwerpunkten aus der städtischen Sammlung und aktuellen Fragen der Vermittlung. Begleitprogramme umfassen Führungen, Werkstattangebote, Vorträge und Familienformate. Für Kinder und Jugendliche gibt es museumspädagogische Angebote, die Materialien und Methoden der Kunst anschaulich machen und Bezüge zur Gegenwart aufzeigen. Veranstaltungen und Eröffnungen werden teils durch Dolmetschung in Gebärdensprache begleitet. Wer seinen Termin auswählt, sollte prüfen, ob eine Kuratorenführung oder ein Thementag stattfindet, da solche Formate einen vertieften Einstieg ermöglichen. Die ruhige Lage am Hafen, die klar strukturierten Räume und die gute Beschilderung sorgen dafür, dass sich sowohl Kenner der Konkreten Kunst als auch Museumseinsteiger schnell zurechtfinden. So bietet das Programm einen doppelten Mehrwert: Es vertieft das Verständnis für die europäische Geschichte der Abstraktion und stärkt zugleich den lokalen Kunstort Würzburg mit aktuellen Perspektiven.
Anfahrt und Parken am Alten Hafen
Die Lage des Hauses erleichtert die Anreise auf vielen Wegen. Vom Würzburger Hauptbahnhof erreicht man das Museum im Kulturspeicher zu Fuß in ungefähr 15 Minuten. Besonders bequem ist die Fahrt mit der Straßenbahn: Die Linien 2 und 4 halten an der Station Congress Centrum, von der es etwa fünf Minuten Fußweg entlang des Hafenbeckens bis zum Eingang des Museums sind. Direkt am Kulturspeicher verkehren mehrere Buslinien, darunter 11, 13, 19, 22 und 27. Saisonale Ergänzung bietet von April bis November die Kulturverbindung mit der Linie 9, die im halbstündigen Takt wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt verbindet und auch am Museum hält. Wer mit dem Auto kommt, findet in unmittelbarer Nähe das Parkhaus CinemaxX Alter Hafen. Dieses Parkhaus liegt nur wenige Schritte vom Gebäude entfernt und gilt in der Region als besonders preisgünstig. Ein ausgewiesener Behindertenparkplatz befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang. Als kostenfreie Alternative bietet sich die Talavera am gegenüberliegenden Mainufer an; von dort führt ein rund fünfminütiger Fußweg über die Brücke und entlang des Hafenbeckens zum Museum. Für Gruppenbusse empfiehlt es sich, die Anfahrt vorab mit der Stadt oder dem Haus zu koordinieren, um Ankunftszeiten und Haltepunkte abzustimmen. Wer die Anreise mit einem Stadtbummel verbinden möchte, kann die Route über den Mainkai planen und am Wasser entlanglaufen; die Beschilderung Kulturspeicher und Congress Centrum erleichtert die Orientierung. Fahrradstellplätze befinden sich rund um den Alten Hafen, und durch die ebene Topografie ist auch die Anfahrt mit dem Rad angenehm. Dank klarer Wegeführung, automatischer Eingangstür und Aufzügen ist der Übergang vom Außenbereich in die Ausstellungen schnell und barrierefrei möglich.
Sammlung Peter C. Ruppert und städtische Kunstsammlung
Ein besonderer Schatz des Hauses ist die Sammlung Peter C. Ruppert mit Konkreter Kunst in Europa nach 1945. Sie zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ihres Bereichs und zeigt die Vielfalt einer Kunst, die aus geometrischen Grundformen, Farbe, Struktur und Rhythmus autonome Bildwelten entwickelt. Charakteristisch ist der länderübergreifende Blick: Werke aus mehr als 20 europäischen Nationen veranschaulichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich nach 1945 in Netzwerken, Ausstellungszusammenhängen und Künstlergruppen herausgebildet haben. Die Sammlung umfasst Hunderte Arbeiten von mehreren hundert Kunstschaffenden und spiegelt auch die Erweiterung in den letzten Jahren, darunter stärkere Repräsentanz aus osteuropäischen Ländern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Einbindung der Konkreten Fotografie und von Lichtarbeiten, die multidimensional auf Wahrnehmung, Bewegung und Raum reagieren. Neben dieser Privatsammlung, die als Dauerleihgabe gezeigt wird, bewahrt das Museum die städtische Sammlung mit Werken vom 19. bis 21. Jahrhundert. Dazu zählen Positionen des deutschen Impressionismus sowie wichtige Werkgruppen der Bildhauerinnen Emy Roeder und Gertraud Rostosky. Die Präsentation verbindet historische Tiefe mit zeitgenössischer Perspektive und macht deutlich, wie stark Würzburg als Kunstort in regionale und europäische Entwicklungen eingebunden ist. Ein aktuelles Beispiel für verantwortungsvolle Sammlungspraxis ist die Provenienzforschung. So wurde jüngst ein Gemälde von Max Slevogt mit historisch belasteter Herkunft identifiziert und nach Klärung der Eigentumsfrage von den Erben an das Museum veräußert, was die Bedeutung von Transparenz und Aufarbeitung unterstreicht. In Führungen und Materialien werden diese Themen verständlich vermittelt, wodurch die Sammlung nicht nur ästhetische, sondern auch kulturgeschichtliche Fragen anschaulich macht.
Barrierefreiheit, Familien und Services vor Ort
Das Museum im Kulturspeicher versteht sich als offener Ort für alle. Der Zugang ist barrierefrei, eine Rampe führt neben der Eingangstreppe in das Foyer, die Tür öffnet automatisch. Sämtliche Ebenen sind über Aufzüge erreichbar, die Ausstellungsräume, der Museumsshop und das Café sind ohne Stufen zugänglich. An der Kasse kann bei Bedarf ein klappbarer Rollstuhl ausgeliehen werden. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen stehen Induktionsschleifen zur Verfügung, außerdem gibt es Angebote in Gebärdensprache. Eröffnungstermine werden durch Dolmetschung begleitet, und ausgewählte Medieninhalte sind mit Gebärdensprache und Untertiteln verfügbar. Eine hilfreiche Ergänzung ist die kostenfreie BFW Smartinfo App, deren Inhalte Besuchende optional abrufen können, um Texte oder Hintergrundinformationen angepasst an die eigenen Bedürfnisse zu nutzen. Familien profitieren von einem gut strukturierten Rundgang, klaren Piktogrammen und Angeboten der Museumspädagogik, die Methoden und Materialien der Kunst erlebbar machen. Für Kindergeburtstage, Schulklassen und Gruppen gibt es Formate, die spielerisches Entdecken mit praktischem Arbeiten verbinden. Wer eine Führung plant, kann zwischen Überblicken zur Konkreten Kunst, thematischen Schwerpunkten oder Werkstattformaten wählen. Die Garderobenbereiche sind ausreichend dimensioniert, und Sitzgelegenheiten in den Sälen erleichtern längere Aufenthalte. Das Haus achtet auf gute Lesbarkeit der Wandtexte und setzt Beleuchtung so ein, dass Werke optimal sichtbar sind, ohne zu blenden. Durch die ruhige Lage am Hafen ist selbst bei höherem Besuchsaufkommen ein entspannter Rundgang möglich. Hinweise zu Sicherheit, Fotografie und Taschenregeln werden am Eingang verständlich erläutert, sodass der Aufenthalt reibungslos verläuft.
Geschichte und Architektur des Kulturspeichers
Der Bau am Alten Hafen gehört zu den prägenden Industriebauten Würzburgs. Errichtet im Jahr 1904 als moderner Getreidespeicher mit drei markanten Schweifgiebeln, war das Gebäude Teil eines leistungsfähigen Staatshafens. Zwischen 1996 und 2001 transformierten Brückner und Brückner den 128 Meter langen Speicher für die neue Nutzung. Dabei blieb der Charakter der Zweckarchitektur erhalten, gleichzeitig erhielt das Haus neue Elemente, die den Museumsbetrieb ermöglichen. Im glasgedeckten, etwa zwölf Meter hohen Foyer sind die historischen Stützenraster sichtbar und erzählen von der vorherigen Nutzung. Seitliche Erweiterungen mit Natursteinlamellen und zur Flussseite gesetzte Glas Beton Kuben markieren heute Eingänge, Gastronomie und Verwaltung, ohne den Altbau zu überformen. 2002 wurde das Museum im Kulturspeicher eröffnet, als Nachfolgeinstitution der städtischen Galerie, die 1941 gegründet worden war. Die Architektur verbindet damit industriegeschichtliche Erinnerung mit einem klaren, zeitgenössischen Ausstellungstrakt. Auf drei Geschossen und in zwölf Räumen wird die Kunst präsentiert, die Wegeführung ist linear und gut nachvollziehbar. Die Lage am künstlichen Wasserbecken des Winterhafens macht das Ensemble zu einem besonderen Stadtraum, in dem Hafenatmosphäre, Backsteinfassaden und moderne Einbauten miteinander korrespondieren. Auch die Außenanlagen verweisen an mehreren Stellen auf konkrete Kunst im Stadtraum. Die Umnutzung des Speichers ist ein Beispiel dafür, wie denkmalpflegerische Sorgfalt, neue Technik und museale Bedürfnisse zu einer stimmigen Einheit zusammenfinden. Mit dem Ausbau zur Kulturadresse hat Würzburg ein sichtbares Zeichen gesetzt, das die Hafenentwicklung aufwertet und zugleich einen identitätsstiftenden Ort für Kunst und Öffentlichkeit schafft.
Preise, Tickets und Spartipps
Der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gestaltet. Erwachsene zahlen 5 Euro. Ermäßigt sind es 3 Euro, beispielsweise für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit Behinderung und Gruppen ab 20 Personen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre besuchen das Museum kostenfrei, ebenso Mitglieder des Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg. Ein besonderer Spartipp ist der erste Sonntag im Monat, an dem der Eintritt für alle frei ist. Für Schulklassen gelten günstige Regelungen pro Kind, und gesonderte Konditionen gelten, wenn eine Führung gebucht wird. Tickets erhält man unkompliziert an der Museumskasse während der Öffnungszeiten. Bei stark nachgefragten Eröffnungen oder Themenwochen empfiehlt sich ein zeitiger Besuch, insbesondere am Nachmittag des verlängerten Donnerstags. Wer den Aufenthalt plant, kann Führungen und Gruppenbesuche vorab anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. In Kombination mit der zentralen Lage am Alten Hafen lassen sich Museumsbesuche gut mit anderen Zielen der Stadt verbinden, etwa mit dem Congress Centrum, einem Kinobesuch oder einem Spaziergang Richtung Innenstadt. Durch die klare Preisstruktur und die gute Erreichbarkeit eignet sich das Haus für kurze Nachmittagsbesuche ebenso wie für vertiefte Rundgänge. Für Gäste von außerhalb lohnt der Blick auf Feiertage und Ferienzeiten, denn dann ist das Programm häufig besonders abwechslungsreich, und verlängerte Öffnungszeiten am dritten Donnerstag bieten zusätzliche Spielräume. In jedem Fall gilt: Mit freiem Eintritt am ersten Sonntag und der Möglichkeit, Ermäßigungen zu nutzen, lässt sich Kunst auf hohem Niveau zu fairen Bedingungen erleben.
Quellen:
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Neupräsentation Teil 1 Sammlung Peter C. Ruppert
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Presseinformationen Öffnungszeiten, Barrierefreiheit, Verkehrsanbindung
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Anreise und Parken am Alten Hafen
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Leichte Sprache Preise, Öffnungszeiten, Anreise
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Museumsarchitektur und Umbau 1996 bis 2001
- Baunetz Wissen – Kulturspeicher in Würzburg, Umbau und Datenblatt
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Sammlung Peter C. Ruppert Konkrete Kunst in Europa nach 1945
- WELT – Meldung zu Max Slevogt Werk und Provenienzforschung, Dezember 2025
Museum im Kulturspeicher Würzburg | Öffnungszeiten & Programm
Das Museum im Kulturspeicher Würzburg verbindet die Atmosphäre eines historischen Speicherbaus von 1904 mit einem vielseitigen Programm aus Dauerpräsentationen und Wechselausstellungen. Im umgebauten Backsteinbau am Alten Hafen zeigt das Haus auf rund 3500 Quadratmetern Kunst vom 19. bis 21. Jahrhundert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Konkreten Kunst. Dazu gehört die europaweit bedeutende Sammlung Peter C. Ruppert, die in Würzburg als Dauerleihgabe präsentiert wird. Wer einen Besuch plant, profitiert von klaren Öffnungszeiten, einer sehr guten Anbindung mit Straßenbahn und Bus, Parkmöglichkeiten direkt nebenan sowie barrierefreien Zugängen und Services für Menschen mit Mobilitäts- oder Hörbeeinträchtigungen. Der erste Sonntag im Monat ist eintrittsfrei, was das Museum zu einem attraktiven Ziel für Familien, Schulklassen und Kulturinteressierte macht. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe von Congress Centrum und Kino ist der Besuch zudem ideal mit einem Spaziergang am Hafen oder einem Aufenthalt in der Innenstadt kombinierbar.
Öffnungszeiten und Besuch planen
Das Museum im Kulturspeicher bietet verlässliche Zeiten, die den Besuch unkompliziert machen. Montags bleibt das Haus geschlossen, dienstags ist zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Von Mittwoch bis Sonntag sind die Ausstellungsräume regulär zwischen 11 und 18 Uhr zugänglich. Ein besonderer Service ist der verlängerte Abend am dritten Donnerstag im Monat, wenn das Museum bis 21 Uhr öffnet. Diese längere Öffnung gilt auch, wenn ein gesetzlicher Feiertag auf einen dritten Donnerstag fällt. Unabhängig vom Wochentag bleibt das Museum an Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, an Silvester sowie am Faschingsdienstag geschlossen, an allen anderen Feiertagen ist geöffnet. Wer den Museumsbesuch mit einem Wochenendtrip plant, findet also fast immer offene Türen. Für die Vorbereitung empfiehlt sich, einige Minuten vor der gewünschten Zeit am Eingang zu sein, denn das gläserne Foyer führt in ein Wegeleitsystem mit Aufzugskernen, das den Zugang zu den drei Ausstellungsebenen ermöglicht. Bei stark besuchten Sonderausstellungen kann es zu kurzen Wartezeiten kommen, die freundlichen Mitarbeitenden des Besucherservice informieren dann direkt vor Ort und helfen bei der Orientierung. Gruppen ab 20 Personen sollten Termine vorab koordinieren, um Führungszeiten optimal zu nutzen. Familien mit Kindern profitieren am ersten Sonntag im Monat von freiem Eintritt, der einen spontanen Besuch erleichtert. Da das Museum mit seinen klimatisierten Räumen zu jeder Jahreszeit angenehme Bedingungen bietet, ist der Besuch sowohl im Sommer als auch im Winter komfortabel. Tipp für Kulturabende in der Stadt: Der dritte Donnerstag mit verlängerten Öffnungszeiten ist ideal, um Kunstgenuss mit einem Abendspaziergang am Hafen zu verbinden.
Aktuelles Programm und Wechselausstellungen
Neben den ständigen Sammlungsbereichen ist das wechselnde Programm ein zentraler Grund, den Kulturspeicher regelmäßig zu besuchen. Ab 13. Dezember 2025 beginnt die Neupräsentation Teil 1 der Sammlung Peter C. Ruppert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Meeting Point Paris, das an die internationale Vernetzung der Kunst nach 1945 erinnert. Paris war für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ein Katalysator für Austausch, Erneuerung und die Suche nach einer universellen Bildsprache, die nationale Grenzen hinter sich lässt. Ergänzend rückt das Thema Licht in den Fokus, darunter lichtkinetische Positionen und die in dieser Sammlung einzigartige Einbindung der Konkreten Fotografie. Das Museum setzt damit Akzente, die kunsthistorische Zusammenhänge anschaulich machen und zugleich neue Blickwinkel eröffnen. Über den festen Bestand hinaus widmen sich Wechselausstellungen regelmäßig Schlüsselpositionen der Moderne, Schwerpunkten aus der städtischen Sammlung und aktuellen Fragen der Vermittlung. Begleitprogramme umfassen Führungen, Werkstattangebote, Vorträge und Familienformate. Für Kinder und Jugendliche gibt es museumspädagogische Angebote, die Materialien und Methoden der Kunst anschaulich machen und Bezüge zur Gegenwart aufzeigen. Veranstaltungen und Eröffnungen werden teils durch Dolmetschung in Gebärdensprache begleitet. Wer seinen Termin auswählt, sollte prüfen, ob eine Kuratorenführung oder ein Thementag stattfindet, da solche Formate einen vertieften Einstieg ermöglichen. Die ruhige Lage am Hafen, die klar strukturierten Räume und die gute Beschilderung sorgen dafür, dass sich sowohl Kenner der Konkreten Kunst als auch Museumseinsteiger schnell zurechtfinden. So bietet das Programm einen doppelten Mehrwert: Es vertieft das Verständnis für die europäische Geschichte der Abstraktion und stärkt zugleich den lokalen Kunstort Würzburg mit aktuellen Perspektiven.
Anfahrt und Parken am Alten Hafen
Die Lage des Hauses erleichtert die Anreise auf vielen Wegen. Vom Würzburger Hauptbahnhof erreicht man das Museum im Kulturspeicher zu Fuß in ungefähr 15 Minuten. Besonders bequem ist die Fahrt mit der Straßenbahn: Die Linien 2 und 4 halten an der Station Congress Centrum, von der es etwa fünf Minuten Fußweg entlang des Hafenbeckens bis zum Eingang des Museums sind. Direkt am Kulturspeicher verkehren mehrere Buslinien, darunter 11, 13, 19, 22 und 27. Saisonale Ergänzung bietet von April bis November die Kulturverbindung mit der Linie 9, die im halbstündigen Takt wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt verbindet und auch am Museum hält. Wer mit dem Auto kommt, findet in unmittelbarer Nähe das Parkhaus CinemaxX Alter Hafen. Dieses Parkhaus liegt nur wenige Schritte vom Gebäude entfernt und gilt in der Region als besonders preisgünstig. Ein ausgewiesener Behindertenparkplatz befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang. Als kostenfreie Alternative bietet sich die Talavera am gegenüberliegenden Mainufer an; von dort führt ein rund fünfminütiger Fußweg über die Brücke und entlang des Hafenbeckens zum Museum. Für Gruppenbusse empfiehlt es sich, die Anfahrt vorab mit der Stadt oder dem Haus zu koordinieren, um Ankunftszeiten und Haltepunkte abzustimmen. Wer die Anreise mit einem Stadtbummel verbinden möchte, kann die Route über den Mainkai planen und am Wasser entlanglaufen; die Beschilderung Kulturspeicher und Congress Centrum erleichtert die Orientierung. Fahrradstellplätze befinden sich rund um den Alten Hafen, und durch die ebene Topografie ist auch die Anfahrt mit dem Rad angenehm. Dank klarer Wegeführung, automatischer Eingangstür und Aufzügen ist der Übergang vom Außenbereich in die Ausstellungen schnell und barrierefrei möglich.
Sammlung Peter C. Ruppert und städtische Kunstsammlung
Ein besonderer Schatz des Hauses ist die Sammlung Peter C. Ruppert mit Konkreter Kunst in Europa nach 1945. Sie zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ihres Bereichs und zeigt die Vielfalt einer Kunst, die aus geometrischen Grundformen, Farbe, Struktur und Rhythmus autonome Bildwelten entwickelt. Charakteristisch ist der länderübergreifende Blick: Werke aus mehr als 20 europäischen Nationen veranschaulichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die sich nach 1945 in Netzwerken, Ausstellungszusammenhängen und Künstlergruppen herausgebildet haben. Die Sammlung umfasst Hunderte Arbeiten von mehreren hundert Kunstschaffenden und spiegelt auch die Erweiterung in den letzten Jahren, darunter stärkere Repräsentanz aus osteuropäischen Ländern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Einbindung der Konkreten Fotografie und von Lichtarbeiten, die multidimensional auf Wahrnehmung, Bewegung und Raum reagieren. Neben dieser Privatsammlung, die als Dauerleihgabe gezeigt wird, bewahrt das Museum die städtische Sammlung mit Werken vom 19. bis 21. Jahrhundert. Dazu zählen Positionen des deutschen Impressionismus sowie wichtige Werkgruppen der Bildhauerinnen Emy Roeder und Gertraud Rostosky. Die Präsentation verbindet historische Tiefe mit zeitgenössischer Perspektive und macht deutlich, wie stark Würzburg als Kunstort in regionale und europäische Entwicklungen eingebunden ist. Ein aktuelles Beispiel für verantwortungsvolle Sammlungspraxis ist die Provenienzforschung. So wurde jüngst ein Gemälde von Max Slevogt mit historisch belasteter Herkunft identifiziert und nach Klärung der Eigentumsfrage von den Erben an das Museum veräußert, was die Bedeutung von Transparenz und Aufarbeitung unterstreicht. In Führungen und Materialien werden diese Themen verständlich vermittelt, wodurch die Sammlung nicht nur ästhetische, sondern auch kulturgeschichtliche Fragen anschaulich macht.
Barrierefreiheit, Familien und Services vor Ort
Das Museum im Kulturspeicher versteht sich als offener Ort für alle. Der Zugang ist barrierefrei, eine Rampe führt neben der Eingangstreppe in das Foyer, die Tür öffnet automatisch. Sämtliche Ebenen sind über Aufzüge erreichbar, die Ausstellungsräume, der Museumsshop und das Café sind ohne Stufen zugänglich. An der Kasse kann bei Bedarf ein klappbarer Rollstuhl ausgeliehen werden. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen stehen Induktionsschleifen zur Verfügung, außerdem gibt es Angebote in Gebärdensprache. Eröffnungstermine werden durch Dolmetschung begleitet, und ausgewählte Medieninhalte sind mit Gebärdensprache und Untertiteln verfügbar. Eine hilfreiche Ergänzung ist die kostenfreie BFW Smartinfo App, deren Inhalte Besuchende optional abrufen können, um Texte oder Hintergrundinformationen angepasst an die eigenen Bedürfnisse zu nutzen. Familien profitieren von einem gut strukturierten Rundgang, klaren Piktogrammen und Angeboten der Museumspädagogik, die Methoden und Materialien der Kunst erlebbar machen. Für Kindergeburtstage, Schulklassen und Gruppen gibt es Formate, die spielerisches Entdecken mit praktischem Arbeiten verbinden. Wer eine Führung plant, kann zwischen Überblicken zur Konkreten Kunst, thematischen Schwerpunkten oder Werkstattformaten wählen. Die Garderobenbereiche sind ausreichend dimensioniert, und Sitzgelegenheiten in den Sälen erleichtern längere Aufenthalte. Das Haus achtet auf gute Lesbarkeit der Wandtexte und setzt Beleuchtung so ein, dass Werke optimal sichtbar sind, ohne zu blenden. Durch die ruhige Lage am Hafen ist selbst bei höherem Besuchsaufkommen ein entspannter Rundgang möglich. Hinweise zu Sicherheit, Fotografie und Taschenregeln werden am Eingang verständlich erläutert, sodass der Aufenthalt reibungslos verläuft.
Geschichte und Architektur des Kulturspeichers
Der Bau am Alten Hafen gehört zu den prägenden Industriebauten Würzburgs. Errichtet im Jahr 1904 als moderner Getreidespeicher mit drei markanten Schweifgiebeln, war das Gebäude Teil eines leistungsfähigen Staatshafens. Zwischen 1996 und 2001 transformierten Brückner und Brückner den 128 Meter langen Speicher für die neue Nutzung. Dabei blieb der Charakter der Zweckarchitektur erhalten, gleichzeitig erhielt das Haus neue Elemente, die den Museumsbetrieb ermöglichen. Im glasgedeckten, etwa zwölf Meter hohen Foyer sind die historischen Stützenraster sichtbar und erzählen von der vorherigen Nutzung. Seitliche Erweiterungen mit Natursteinlamellen und zur Flussseite gesetzte Glas Beton Kuben markieren heute Eingänge, Gastronomie und Verwaltung, ohne den Altbau zu überformen. 2002 wurde das Museum im Kulturspeicher eröffnet, als Nachfolgeinstitution der städtischen Galerie, die 1941 gegründet worden war. Die Architektur verbindet damit industriegeschichtliche Erinnerung mit einem klaren, zeitgenössischen Ausstellungstrakt. Auf drei Geschossen und in zwölf Räumen wird die Kunst präsentiert, die Wegeführung ist linear und gut nachvollziehbar. Die Lage am künstlichen Wasserbecken des Winterhafens macht das Ensemble zu einem besonderen Stadtraum, in dem Hafenatmosphäre, Backsteinfassaden und moderne Einbauten miteinander korrespondieren. Auch die Außenanlagen verweisen an mehreren Stellen auf konkrete Kunst im Stadtraum. Die Umnutzung des Speichers ist ein Beispiel dafür, wie denkmalpflegerische Sorgfalt, neue Technik und museale Bedürfnisse zu einer stimmigen Einheit zusammenfinden. Mit dem Ausbau zur Kulturadresse hat Würzburg ein sichtbares Zeichen gesetzt, das die Hafenentwicklung aufwertet und zugleich einen identitätsstiftenden Ort für Kunst und Öffentlichkeit schafft.
Preise, Tickets und Spartipps
Der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gestaltet. Erwachsene zahlen 5 Euro. Ermäßigt sind es 3 Euro, beispielsweise für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit Behinderung und Gruppen ab 20 Personen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre besuchen das Museum kostenfrei, ebenso Mitglieder des Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg. Ein besonderer Spartipp ist der erste Sonntag im Monat, an dem der Eintritt für alle frei ist. Für Schulklassen gelten günstige Regelungen pro Kind, und gesonderte Konditionen gelten, wenn eine Führung gebucht wird. Tickets erhält man unkompliziert an der Museumskasse während der Öffnungszeiten. Bei stark nachgefragten Eröffnungen oder Themenwochen empfiehlt sich ein zeitiger Besuch, insbesondere am Nachmittag des verlängerten Donnerstags. Wer den Aufenthalt plant, kann Führungen und Gruppenbesuche vorab anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. In Kombination mit der zentralen Lage am Alten Hafen lassen sich Museumsbesuche gut mit anderen Zielen der Stadt verbinden, etwa mit dem Congress Centrum, einem Kinobesuch oder einem Spaziergang Richtung Innenstadt. Durch die klare Preisstruktur und die gute Erreichbarkeit eignet sich das Haus für kurze Nachmittagsbesuche ebenso wie für vertiefte Rundgänge. Für Gäste von außerhalb lohnt der Blick auf Feiertage und Ferienzeiten, denn dann ist das Programm häufig besonders abwechslungsreich, und verlängerte Öffnungszeiten am dritten Donnerstag bieten zusätzliche Spielräume. In jedem Fall gilt: Mit freiem Eintritt am ersten Sonntag und der Möglichkeit, Ermäßigungen zu nutzen, lässt sich Kunst auf hohem Niveau zu fairen Bedingungen erleben.
Quellen:
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Neupräsentation Teil 1 Sammlung Peter C. Ruppert
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Presseinformationen Öffnungszeiten, Barrierefreiheit, Verkehrsanbindung
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Anreise und Parken am Alten Hafen
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Leichte Sprache Preise, Öffnungszeiten, Anreise
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Museumsarchitektur und Umbau 1996 bis 2001
- Baunetz Wissen – Kulturspeicher in Würzburg, Umbau und Datenblatt
- Museum im Kulturspeicher Würzburg – Sammlung Peter C. Ruppert Konkrete Kunst in Europa nach 1945
- WELT – Meldung zu Max Slevogt Werk und Provenienzforschung, Dezember 2025
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Anne Blume
21. August 2025
Wow! Was für ein tolles Gebäude. Die Räumlichkeiten sind bereits super toll, dann die Bandbreite an verschiedenster Kunst, sowie die Terrassen + ein schickes Cafe mit tollem Outdoor Bereich! 🪩 🤍🤍🤍 Hier kann man definitiv länger verweilen.
Alexander V.
7. September 2025
Schöne Sammlung von konkreter Kunst nach Ländern sortiert. Auf alle Fälle einen Besuch wert. Sehr nettes Personal
wunschbildberlin
10. September 2025
Eine wunderschöne Sammlung verschiedener Kunstobjekte und Bilder - sehr sehenswert und zu empfehlen...
M.G.
25. Oktober 2025
Einen Kindergeburtstag im Museum Kulturspeicher zu feiern kann ich nur empfehlen. Eine tolle Veranstaltung, mit einer kurzen Führung zum Thema. Die Kinder bekommen etwas Kunst vermittelt und im Anschluss dürfen sie passend zum ausgesuchten Thema noch Kreativ sein. Danke für den schönen Nachmittag.
M. B.
16. Februar 2025
Wir waren gestern dort. Das Personal war extrem freundlich. Die Kunstausstellung ist riesig und obwohl ich moderne Kunst eigentlich nicht so mag, hat sie mir sehr gefallen. Man sollte übrigens etwas Zeit einplanen.
