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BBL-Formcheck vor dem Heimspiel

Würzburg Baskets vor dem Heimspiel: So steht das Team in der BBL

Die Fitness First Würzburg Baskets gehen als Tabellensechster in die Schlussphase der BBL-Hauptrunde. Nach 31 Spielen stehen 34 Punkte und eine Bilanz von 17 Siegen bei 14 Niederlagen – ein Zwischenfazit, das Stabilität signalisiert. Gleichzeitig deutet die jüngste Ergebnisserie darauf hin, dass Würzburg vor den entscheidenden Wochen wieder verlässlicher werden muss.

Platz sechs, aber zuletzt ohne klare Linie

In der Tabelle ist die Ausgangslage gut: Rang sechs, 54,8 Prozent der Spiele wurden gewonnen. Doch die Form der vergangenen Wochen ist wechselhaft. In den letzten zehn Ligapartien kassierte Würzburg sechs Niederlagen – zu viel, um in der Endphase ohne Druck planen zu können.

Das zeigen auch die jüngsten Resultate im Detail: Dem 80:66-Heimsieg gegen die SKYLINERS am 17. April folgten ein 81:90 zu Hause gegen den FC Bayern München Basketball (23. April) sowie ein klares 52:83 auswärts bei SYNTAINICS MBC (26. April). Gerade die Deutlichkeit der Niederlage in Weißenfels fällt ins Gewicht, weil sie nicht nur ein „Ausrutscher“ war, sondern die Schwankungsbreite der letzten Wochen sichtbar macht.

Auffällig ist außerdem, dass die prägenden Akteure in diesen Spielen nicht konstant dieselben waren: Beim Sieg gegen die SKYLINERS war Marcus Carr Würzburgs Topscorer, gegen Bayern stellte Oscar da Silva (FC Bayern) den besten Punktesammler des Abends, in Weißenfels war Khyri Thomas (SYNTAINICS MBC) der Topscorer der Partie. Für Würzburg lautet die sportliche Kernaufgabe vor dem nächsten Heimspiel damit weniger „mehr Talent“, sondern: die eigene Leistung über 40 Minuten so zu stabilisieren, dass die Mannschaft weniger stark von Spielverläufen und einzelnen Läufen abhängig ist.

Zu Hause stabiler als auswärts

Ein belastbarer Trend der Saison ist die Heim-/Auswärtsverteilung der Ergebnisse. Unter Headcoach Sasa Filipovski stehen 10 Heimsiege und 7 Auswärtssiege zu Buche. Von den 14 Niederlagen fallen 9 in fremder Halle. In der Praxis bedeutet das: Würzburg hat sich in der tectake ARENA häufiger einen verlässlichen Rahmen geschaffen – während auswärts die Fehlerquote und die Anfälligkeit für gegnerische Runs häufiger durchschlagen.

Auch die Teamstatistiken zeichnen ein Bild, das eher nach „solide“ als nach „dominant“ aussieht – und damit erklärbar macht, warum Konstanz so entscheidend ist. Würzburg erzielt im Schnitt 81,2 Punkte pro Spiel, die Gegner 81,0. Der Unterschied ist minimal, ebenso bei den Assists (16,8 zu 16,6). Die Feldwurfquote liegt mit 45,6 Prozent leicht über dem gegnerischen Vergleichswert (44,7 Prozent). Ein kleiner Nachteil zeigt sich bei den Rebounds: 34,6 pro Spiel gegenüber 35,8 beim Gegner. In engen Spielen können genau solche Kleinigkeiten – ein zusätzlicher Offensivrebound, ein zweiter Wurf, ein Ballbesitz mehr – die Linie zwischen Sieg und Niederlage markieren.

Dass Heimspiele für Würzburg bisher die stabilere Basis sind, unterstreicht auch die Verteilung der eigenen Ausbeute: 1271 der insgesamt 2517 erzielten Punkte fielen in der heimischen Halle. In einer Arena mit 3140 Plätzen kann das bedeuten, dass Würzburg seine Energie und Intensität dort häufiger in produktive Phasen ummünzt – ein Faktor, der in der Schlussphase der Hauptrunde besonders wertvoll wird.

Das nächste Heimspiel bekommt zusätzliches Gewicht

Als nächstes stehen folgende Partien an:

  • 2. Mai: Heimspiel gegen ratiopharm ulm (Übertragung: DYN)
  • 7. Mai: Auswärtspartie bei den Veolia Towers Hamburg (DYN)
  • 10. Mai: Heimspiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (DYN)

Gerade wegen der jüngsten Schwankungen bekommt das Ulm-Spiel zusätzliche Bedeutung: Würzburg steht zwar weiterhin im oberen Tabellenbereich, doch die letzten zehn Spiele zeigen, wie schnell sich eine gute Ausgangslage relativieren kann. Ein Heimerfolg würde nicht nur Punkte liefern, sondern vor allem wieder das bestätigen, was die Saison bisher getragen hat – die größere Verlässlichkeit in eigener Halle.

Der Kader ist mit 20 Spielern breit aufgestellt und im Schnitt 25 Jahre alt. Im Team stehen 9 Guards, 8 Forwards und 3 Center; zum Trainerstab neben Filipovski gehören Dejan Mihevc und Marcin Wit. Entscheidend wird in den kommenden Partien weniger die Breite auf dem Papier sein, sondern ob Würzburg die insgesamt ausgeglichenen Saisonwerte in eine klarere Spielkontrolle übersetzt – und damit die Schwankungen reduziert, die zuletzt zu oft den Ausschlag gaben.

Würzburg bleibt ein Team der oberen Tabellenhälfte. Damit das so bleibt, muss die Mannschaft im Saisonendspurt vor allem eines liefern: mehr Stabilität – beginnend mit dem Heimspiel gegen Ulm.

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