Ursula Jüngst: Tiepolo in Würzburg – Eine Ausstellung zwischen Licht und Weltgefühl


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Ursula Jüngst und Tiepolo: Eine Ausstellung voller Licht, Rhythmus und Weltgefühl
In der Kleinen Galerie des Martin von Wagner Museums begegnen sich ab dem 10. Oktober 2026 zwei künstlerische Bildwelten: die barocke Freskenkunst Giambattista Tiepolos und die zeitgenössische Malerei von Ursula Jüngst. Die Ausstellung Ursula Jüngst: Tiepolo | Die Rhythmen der Welt lädt dazu ein, vertraute Kunst mit neuen Augen zu sehen und den inneren Bewegungen von Farbe, Form und Raum nachzuspüren.
Wenn historische Bildwelten in Bewegung geraten
Ursula Jüngst, die in Barcelona und Nürnberg arbeitet und aus Miltenberg stammt, beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit Tiepolos berühmtem Treppenhausfresko in der Würzburger Residenz. Für die Sonderausstellung kehrte sie zwischen 2024 und 2026 mehrfach nach Würzburg zurück. Ihre neuen Arbeiten stehen in einem direkten Dialog mit dem barocken Meisterwerk und machen die Verbindung zwischen historischer Kunst und zeitgenössischer Malerei sichtbar.
Farbe als Rhythmus des Lebendigen
Die Ausstellung richtet den Blick nicht allein auf Motive, sondern auf Kräfte, Wechselwirkungen und Proportionen. Jüngst entwickelt aus länglichen, leicht gebogenen Pinselsetzungen offene und atmende Kompositionen. Mehrseitig herabrinnende Farbfäden und drehbare Leinwände verstärken den Eindruck von Bewegung. So entsteht eine intensive Event-Atmosphäre, in der sich Bildraum und Wahrnehmung ständig neu ordnen.
Zwischen Atom und All
Die Werke kreisen um das Verhältnis des einzelnen Menschen zum Weltganzen. Statt Menschen als Figuren darzustellen, macht Ursula Jüngst Kräfte und Dimensionen sichtbar, in die unser Dasein eingebunden ist. Ihre Malerei verbindet kunsthistorische Reflexion mit einer sinnlichen Erfahrung von Farbe und Raum – ein Veranstaltungserlebnis für Kunstinteressierte, neugierige Entdecker und alle, die sich auf eine ungewöhnliche Begegnung mit Tiepolo einlassen möchten.
Helligkeit als künstlerische Haltung
Jüngst beschreibt ihre Arbeit als ein Anmalen gegen Trauer, Schmerz und Dunkelheit. Die Bilder suchen Ermutigung und Hoffnung, ohne die Krisen der Gegenwart auszublenden. Der Direktor der Neueren Abteilung des Martin von Wagner Museums, Damian Dombrowski, ordnet diese Verbindung als eine Form des Visual Healing ein. Damit erhält die Ausstellung neben ihrer kunsthistorischen Bedeutung auch eine unmittelbar emotionale Dimension.
Besuch und Ausstellungserlebnis
Die Sonderausstellung ist vom 3. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 in der Kleinen Galerie des Martin von Wagner Museums zu sehen. Am Samstag, 10. Oktober 2026, öffnet die Ausstellung von 13:30 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungsplanung im Museum verbindet einen konzentrierten Ausstellungsbesuch mit der besonderen Atmosphäre des historischen Residenzumfelds.
Fazit: Besucher erwartet eine eindrucksvolle Verbindung aus barocker Kunstgeschichte, zeitgenössischer Malerei und sinnlicher Farbwirkung. Wer Tiepolo neu entdecken und Ursula Jüngsts eigenständige Bildsprache erleben möchte, findet in Würzburg einen inspirierenden Ort für einen kostenfreien Kunstbesuch.
Offizielle Kanäle von Ursula Jüngst:
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