Ursula Jüngst: Tiepolo in Würzburg – zeitgenössische Kunst im Martin von Wagner Museum


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Wenn Farben zu atmen beginnen: Ursula Jüngst im Dialog mit Tiepolo
Die Sonderausstellung Ursula Jüngst: Tiepolo | Die Rhythmen der Welt lädt am Samstag, 7. November 2026, in die Kleine Galerie des Martin von Wagner Museums in Würzburg ein. Im Zentrum steht die künstlerische Begegnung zwischen der zeitgenössischen Malerin Ursula Jüngst und dem venezianischen Barockmaler Giambattista Tiepolo.
Bildwelt als Weltbild
Jüngsts Werke treten in einen spannungsvollen Dialog mit Tiepolos berühmtem Treppenhausfresko in der Würzburger Residenz. Die Ausstellung zeigt, wie ein historisches Meisterwerk neue Impulse für zeitgenössische Malerei setzt und dabei Fragen nach Wahrnehmung, Bewegung und dem Verhältnis zwischen Mensch und Welt öffnet.
Farbe, Bewegung und Immersion
Die Bildsprache der in Barcelona und Nürnberg tätigen Künstlerin lebt von offenen, elastischen Kompositionen und charakteristischen, länglichen Pinselsetzungen. Mehrseitig herabrinnende Farbfäden machen den Entstehungsprozess sichtbar. Die gedrehten Leinwände erzeugen eine immersive Atmosphäre, in der sich oben und unten, Nähe und Ferne beinahe auflösen.
Kunst als Gegenbild zur Dunkelheit
Ursula Jüngst verbindet ihre Malerei mit dem Gedanken einer visuellen Ermutigung. Ihre Arbeiten setzen Trauer, Schmerz und gesellschaftlichen Krisen eine helle, bewegte Bildwelt entgegen. Das Veranstaltungserlebnis richtet sich an Kunstinteressierte, die zeitgenössische Malerei, Kunstgeschichte und die besondere Atmosphäre der Würzburger Residenz miteinander verbinden möchten.
Einordnung für Kunstfreunde
Die Ausstellung entstand für das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg und basiert auf mehreren bewussten Auseinandersetzungen Jüngsts mit Tiepolos Deckenbild zwischen 2024 und 2026. Die kunsthistorische Perspektive des Museums macht die Schau zu einem eindrucksvollen Beispiel für kuratorische Veranstaltungsplanung und einen lebendigen Dialog zwischen historischer und moderner Kunst.
Fazit
Besucher erwartet eine konzentrierte, atmosphärische Ausstellung über Farbe, Bewegung, Hoffnung und die schöpferische Verbindung zweier Künstlerpersönlichkeiten. Wer zeitgenössische Kunst in einem historischen Ambiente erleben möchte, findet in der Kleinen Galerie einen inspirierenden Termin. Der Eintritt ist frei.
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