Der Besuch der alten Dame im GLOBE: Große Schauspielkunst in Coburg


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Wenn Moral einen Preis bekommt: Dürrenmatt im GLOBE Coburg
Ein Abend, der unter die Haut geht: Das Landestheater Coburg zeigt Friedrich Dürrenmatts tragische Komödie Der Besuch der alten Dame im GLOBE Coburg. Zwischen greller Farce und bitterem Menschenbild entfaltet sich ein Bühnenerlebnis, das die Theateratmosphäre elektrisch auflädt – präzise Inszenierung, pointierte Schauspielkunst, scharf gezeichnete Figuren.
Story mit Sprengkraft: Güllen zwischen Verführung und Verantwortung
Claire Zachanassian kehrt als Milliardärin in ihre verarmte Heimat zurück und stellt der Stadt eine unmoralische Bedingung. Die Dramaturgie seziert Versuchung, Gruppendynamik und Selbstbetrug – ein Spiegel unserer Gegenwart. Düstere Komik, klare Tableaus, messerscharfe Dialoge treiben die Publikumsreaktion zwischen Lachen und Beklemmung.
Inszenierung: Präziser Blick, sinnliche Bühne
Regie: Marten Straßenberg. Bühne und Kostüme: Juliane Längin. Musik: Philipp Rumsch. Die Regie verdichtet das Geschehen mit live gefilmten Nahaufnahmen, pointierten Kostümen und einer Soundgestaltung, die die Akustik des GLOBE weit öffnet. Das Bühnenbild skizziert eine Stadt im moralischen Verfall – Leuchtreklamen, Abnutzungsspuren, kaltes Licht, das sich in den entscheidenden Momenten zu greller Helligkeit steigert.
Ensemble: Figuren, die Folgen haben
Kerstin Hänel zeichnet eine Claire Zachanassian von eisklarem Format, die jedes Wort wie einen Vertrag schließt. Nils Liebscher führt Alfred Ill vom populären Bürger zum existenziell Erkennenden. Das Ensemble – u. a. Adriano Henseler, Antonia Bockelmann, Antonia Theresa Wiedemann, Tobias Bode, Niklaus Scheibli und David Kösters – formt eine Gesellschaft, die sich Schritt für Schritt verkauft.
Kontext: Klassiker mit Gegenwartsbiss
Seit der Uraufführung 1956 gilt das Stück als moderner Klassiker. Inszenierungsgeschichte und Rezeption verweisen auf seine anhaltende Aktualität: Wie käuflich ist Moral, wenn die Kassen leer sind? In Coburg schlägt Dürrenmatt damit mitten in unsere Zeit.
Pressestimmen: Farce mit Tiefenschärfe
Neue Presse: eine bitterschöne Farce, die bei aller Bühnenaction den Ernst nie verliert. Coburger Tageblatt: satirisch, präzise, mit starken Hauptrollen; der Weg der Figuren beeindruckt nachhaltig. TVO: absurd und amüsant – und doch erschreckend zeitgemäß.
Was Sie erwartet
Dramaturgisch klare Linien, ein prägnantes Bühnenbild und eine Regieführung, die Tempo, Humor und moralische Fallhöhe klug austariert. Die Lichtstimmung arbeitet mit harten Kontrasten; Pop-Elemente und Live-Video brechen die Szenen – ein intensiver Theaterabend von ca. 2:30 Stunden.
Fazit: Ein Stück, das nachhallt. Erleben Sie eine Inszenierung, die Lachen in Nachdenken verwandelt – lebendiges, diskursfreudiges Theater. Sichern Sie sich Ihre Karten und werden Sie Teil der Diskussion im Foyer.
Offizielle Kanäle von Landestheater Coburg:
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