Moby Dick im Theater am Haidplatz: Verdichtetes Bühnenerlebnis für Regensburg


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Packende Jagd nach dem Unfassbaren: Moby Dick in Regensburg
Ein Schiff, drei Schauspieler, eine Obsession: Theater Regensburg bringt Herman Melvilles Moby Dick als kondensiertes Bühnenerlebnis auf die Studiobühne am Haidplatz. Unter der Regie von Anaïs Durand-Mauptit entfaltet sich eine dichte Theateratmosphäre, die den Mythos Ahab in 105 Minuten auf pure Spannung, Sinnsuche und Seegang im Kopf verdichtet.
Inszenierung mit klarer Kante
Die Regie setzt auf radikale Reduktion und präzise Dramaturgie: Wenige Requisiten, kluge Raumaufteilung und ein pulsierender Rhythmus treiben die Handlung voran. Der Fokus liegt auf den existenziellen Fragen des Romans – Wahn und Wille, Rache und Vernunft, Mensch und Natur – ohne literarische Schwere, dafür mit szenischer Wucht.
Schauspielkunst in Nahaufnahme
Gerhard Hermann, Thomas Mehlhorn und Joscha Eißen stemmen den Weltstoff mit körperlicher Präsenz, sprachlicher Präzision und feinem Rollenwechsel. Blickachsen, Atem, Pausen – alles greift ineinander und lässt die Publikumsreaktion spürbar werden: das Knistern der Stille vor einem Ausbruch, das kollektive Aufatmen nach einem szenischen Sturm.
Bühnenbild, Licht, Akustik: Meer im Kopf
Im intimen Raum des Theaters am Haidplatz entstehen mit Lichtakzenten und pointierter Klanggestaltung suggestive Meeresbilder. Holz, Tau, Schatten – die Bühne atmet. Die Akustik trägt die Sprachlinien klar bis in die letzte Reihe und schafft eine dichte Nähe, die jeden Stimmungswechsel fühlbar macht.
Dramaturgie und Kontext
Die Bühnenfassung nimmt Melvilles philosophische Tiefen ernst, ohne den Kurs zu verlieren. Szenische Brücken, choreografierte Übergänge und ein markanter Erzählfluss halten Fahrt. So wird aus der Weltliteratur ein gegenwärtiger Theaterabend über Hybris, Naturgewalt und die fragile Vernunft des Menschen.
Presse und Publikum
Regionale Kulturpresse würdigt die Umsetzung als überraschend wirkungsvoll: Die knapp zweistündige Fassung mit nur drei Darstellern trage den Stoff mit hoher Intensität, die Inszenierung bündele Energie und schärfe die Perspektive auf Ahabs Obsession. Publikumsstimmen loben die schauspielerische Leistung und das rauschhafte Tempo dieses Walkampfes als konzentriertes Bühnenerlebnis.
Fazit: Ein intensiver Theaterabend, der große Literatur in unmittelbare Gegenwart überführt. Wer moderne Schauspielkunst im Kleinformat mit großer Wirkung sucht, erlebt hier konzentrierte Bühnenmagie – dicht, bildhaft, bewegend.
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